Stadtspeicher

26 / 11 / 17

Ein kollektiv entwickeltes städtebauliches Projekt an der Donau

Was wäre, wenn Linz ein neues Stadtquartier direkt an der Donau bekäme? Eine Speicherstadt à la Hamburg, die nun nicht Waren speichert, sondern urbane Programme? Ein STADTSPEICHER würde entstehen, eine Struktur, die von sich heraus Urbanität erzeugt, ein Quartier mit maximaler Wohnqualität, wo Boote statt Autos fahren, der Wind zwischen Hafenbecken und Donau bläst und genügend öffentlicher Raum zur Verfügung steht für alle. Und weil Hamburg die Referenz ist, soll STADTSPEICHER zur Gänze in Ziegeln gebaut werden!

Die kulturtankstelle präsentiert in der Waschstrasse das fiktive städtebauliche Forschungsprojekt „Stadtspeicher“ - ein Stadtquartier an der Donau das zur Gänze aus Ziegel gedacht ist. STADTSPEICHER ist ein kollektiv entwickeltes spekulatives Projekt von Architekturstudierenden der Kunstuniversität Linz und wurde als Kooperationsprojekt zwischen der Urbanistik an der Kunstuniversität Linz und dem Verband Österreichischer Ziegelwerke sowie Wienerberger Ziegelindustrie GmbH organisiert.

Als fiktiver Bauplatz für das neue Ziegel-Quartier wurde eine langgezogene, spitz zulaufende Landzunge im Linzer Hafen gewählt. Sie ist direkt angebunden über ein noch existierendes Schienensystem, das wieder aktiviert werden könnte, ist etwa 100m breit und über 700m lang und sieht mit einer Langseite nach Nordosten in Richtung Donau und der anderen nach Südwesten in Richtung Hafenbecken. In ihrem Zuschnitt sieht das Areal aus wie ein kleines Manhattan, so viel zur Assoziation von Urbanität. Auf dem Areal, so die Vorgabe, sollte ein Quartier für mindestens 4000 Personen geplant werden mit zukunftsfähigen Wohnungen, zeitgemäßen Arbeitsstätten und Folgeeinrichtungen wie Geschäfts- und Marktflächen, Kultur, Bildung und mehr.

Der Stadtplan entstand diskursiv unter allen Projektbeteiligten. Neun Felder (sechs in Richtung Donau, drei in Richtung Hafen) werden durch einen breiten, geknickt verlaufenden Boulevard geteilt. An der Donau wird ein zentraler Hafen für große Schiffe angeordnet, in Richtung Hafenbecken sind es Vaporetto-Stationen, die eine neue Mobilität am Wasser nach Linz bringen sollen. Jedes Feld im autofreien Quartier sollte als eine eigene, individuelle Struktur entwickelt werden. Allen gemein ist: das unterste, höhere Geschoss soll als Speicher konzipiert werden. Hier ist mit Hochwasser zu rechnen, die Räume müssen also eine Überflutung aushalten. Im übertragenen Sinn sollen diese Räume urbane Funktionen „speichern“. Entlang der Donauseite gibt es eine Promenade, in Richtung Hafen öffnen sich Wege zu einem großen Platz und die Spitze der Landzunge, so die kollektive Entscheidung, sollte leer bleiben.

Mit Projekten von Mario Buchberger, Jenny Huynh-Minh, Olivia Kudlich, Milomir Milenkovic, Pauline Pascal, Aleksandra Radanovic, Julien Reinhart, Sarah Schoberleitner, Anne Rotter, Elisa Bischof, Anne Louise Giraud, Julia Raffel, Julian Stepper, Benedict Hofmann, Vinzent Wallner, Patrick Schauer, Merve Tasdelen, Lu Zhijun.

Betreuung: Sabine Pollak, Sara Hammer, Frank Schwenk, Norbert Prommer

 

​Eröffnung: Di, 06.11.18 | 18:00

Projektdauer: 06.11.-16.11.18 
täglich geöffnet von 16:00-20:00

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